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Es sind die vielfältigsten Bögen, Knoten und zoologischen wie filmhistorischen Verwandtschaften bzw. Kontraste, die das Programm dieser Retrospektive prägen. Mit 140 ausgewählten Werken greift sie so weit wie möglich aus, in einen filmisch-tierischen Darstellungsraum, der dennoch unermesslich bleibt. Denn das ?Leben der Anderen? ist in gewisser Weise eine Allegorie des Kinos selbst.
Uccellacci e uccellini (Große Vögel – kleine Vögel) (1966)
Regie, Drehbuch: Pier Paolo Pasolini; Kamera: Mario Bernardo, Tonino Delli Colli; Musik: Ennio Morricone; Darsteller: Totò, Ninetto Davoli, Femi Benussi, Rosina Moroni, Umberto Bevilacqua. 35mm, s/w, 89 min
Zum Auftakt:
De Vogeltjesvanger (Der Vögleinfänger) (1925) von N.V. Orion Filmfabriek. 35mm, s/w, ca. 6 min
Seine Erfahrungen nötigten Pier Paolo Pasolini zunehmend zu Grenzüberschreitungen, in denen er seine Ungesichertheit und Skepsis mit schockierender Offenheit darlegte. Uccellacci e uccellini ist das Zeugnis einer tiefgreifenden Krise – jener Pasolinis, jener der italienischen Gesellschaft – und gleichwohl einer der heitersten, kompliziertesten, komödiantischsten Filme seines Regisseurs. Woher kommen wir, fragt Pasolini, indem er in naiv-phantastischen Szenen auf die Zeit des Hl. Franziskus und in einer dokumentarischen Sequenz auf das Begräbnis Palmiro Togliattis, eines Anführers der internationalen kommunistischen Bewegung, zurückgreift. ?Wohin die Menschheit geht? Wer weiß das.? Nach diesem Mao-Motto sind Vater und Sohn – Totò und Ninetto Davoli, ein chaplineskes Gespann komisch-tragischer Tramps – doppelt heimatlos. Sie sind es buchstäblich wie auch in Bezug auf die brüchig gewordenen Utopien von Christentum und Marxismus. (H.T.)
Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder am 16.10.
