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JOCHEN HÖLLER (AT), MARGRET KREIDL (AT), FALK MESSERSCHMIDT (DE),
JULIE MONACO (AT), ULRICH NAUSNER (AT), BASTIAN SCHWIND (DE/AT),
LAWRENCE WEINER (US), CHRISTINA WERNER (CH/AT)
Einführende Worte: Annika Lorenz
sponsored by: BKA Kunst; MA7-Kultur; Cyberlab
Dank an: Galerie Winter, Wien; Camera Austria, Graz; Rhizom, Graz; Galerie Hilger, Wien; Galerie Mauroner, Wien und Salzburg; Bettina Kattinger, Wien
Der Ausdrucksapparat des Menschen ist vielseitig. Eines seiner ursprünglichsten Artikulationsmittel – der Körper – wurde stetig durch immer abstrakter werdende Zeichensysteme ergänzt und in manchen Bereichen sogar durch diese ersetzt. Neben Bildern war und ist die Sprache, verbunden mit ihrer grafischen Form, eine der Hauptstrukturen der Kommunikation, Vermittlung und Darstellung. Daher ist die semiotische Untersuchung der spannungsvollen Wechselbeziehungen dieser beiden spezifischen Kodierungen ein wiederholt auftretendes Feld in der Kunst. Diese setzt sich mit dem gesellschaftlichen Umfeld, dessen Besonderheiten und ihrer eigenen Positionierung innerhalb dieser auseinander. Verbunden mit der Hinterfragung der medialen Spezifika in diesem Konnex, müssen die künstlerischen Arbeiten immer wieder erneut ausgelotet werden. Die FOTOGALERIE WIEN präsentiert in ihrem diesjährigen Schwerpunkt Text:Bild / Bild:Text künstlerische Arbeiten, die sich jenen komplexen Wechselbeziehungen und deren Bedingungen zuwenden, wobei durch das kuratorische Kollektiv in dieser dreiteiligen Ausstellungsserie das Hauptaugenmerk auf die Unterthemen Transformation, Symbiose und Inspiration gelegt wird.
Den Auftakt der Ausstellungstriologie Text:Bild / Bild:Text bildet die radikalste Umsetzung der Thematik: die Transformation. Die Transmedialität des klassischen Bildformates mit Schriftelementen bzw. der Sprache als solche ist ein immer wieder auftretendes Moment innerhalb der künstlerischen Auseinandersetzung. Die stärker werdende Reduktion auf das rein grafische Element der Buchstaben führt dabei zur Lingualisierung des Werkes. Durch diese Implementierung der visuellen Sprachfragmente in das Bild erfolgt ein Eindringen des Alltäglichen in die Kunst und ermöglicht eine Evokation bei den Betrachtenden, die durch solche vertrauten Strukturen auf sich selbst zurückverwiesen werden. Hierin liegt ein Moment der differenten Wahrnehmungs- und Rezeptionsebenen des Lesens, Sehens und somit auch der aktiven und passiven Rollenverteilung. In Verbindung mit dem Medium der Fotografie rückt vor allem die Wirklichkeitswahrnehmung in den Fokus, da gerade im digitalen Zeitalter die Verlinkung des Abbildes mit seinem Abgebildeten vermehrt verloren geht oder bewusst aufgelöst wird. Die De-, Re- und Konstruktion der gesellschaftlichen und individuellen Wirklichkeit rücken in den Mittelpunkt der bildnerischen Konzeption, sei es in formal-ästhetischer, medialer, semiotischer oder sozialkritischer Auseinandersetzung.
