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Poetics of Justice mit Zheng Xiaoquiong und Yi Sha
Lesung und Gespräch
Vom Los des kleinen Bauarbeiters und wie er kriminell wurde, erzählt Yi Sha und von dem Jungen, der sagt, dass er nicht richtig im Kopf ist und dass er nicht in die Schule geht und wie die Dinge und Menschen so sind, wenn einer am Abend nach der Mittagshitze Fußball spielt. Und dann ist da plötzlich die Zeile ?wenn ein Geisteskranker loslegt streckt er die Faust hoch und bricht aus in Parolen…? Und dann wieder stottert einer und will ?r-raus aus eurem g-gross-a-artiggen …a-aus eurem h-haus.? Zheng Xiaoquiongs Gedichte heißen ?Über eiserne Nägel? oder ?Lungen? und ihre Gedichte sind angefüllt mit den Erfahrungen einer Wanderarbeiterin. Die Texte der Dichter sind voll der Partikel ihrer Industriestädte, der Vororte und der ländlichen Räume und sie sind unerwartete, manchmal skurrile oder sarkastische Einreden in die politischen Verhältnisse.
Moderation und Übersetzung: Martin Winter, Schriftsteller und Übersetzer
Begrüßung: Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, Esther Dischereit, Institut für Sprachkunst, Universität für angewandte Kunst Wien, Video-Präsentation: beate maria wörz, Berlin, Dtld. >einhundert_stuehle für liu xiaobo
In Zusammenarbeit mit der Universität Wien, Department of East Asian Studies/Sinologie und Literaturhaus Graz sowie der Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik LICHTUNGEN
Kurzbiographie der beiden SchirftstellerInnen:
Zheng Xiaoqiong, Dongguan City, China; geboren 1980
Ihre Gedichte und Berichte handeln von ihren Arbeitskolleginnen. Sie war selbst Wanderarbeiterin und begann 2001 zu schreiben: über Arbeitsbedingungen, Unrecht und Ausbeutung. 2007-2008 schrieb sie den experimentellen Gedicht-Zyklus ?Fußgängerbrücke?. 2010 erschien: ?Variationen über ein Dorf?; es folgte der Band ?100 Arbeiterinnen? mit Gedichten und Reportagen.
Yi Sha, Xi`an City, China; geboren 1966
Seine Gedichte und Erzählungen gehören zu den provokantesten literarischen Produktionen der letzten 20 Jahre. Titel wie ?Lass die Dichter hungern? (2008) oder ?Schamlos sind die Ignoranten? (2005) vermitteln eine Ahnung von seinem ?anti-lyrischen? minimalistischen Stil. Er unterrichtet an der Xi’an Foreign Studies University Moderne chinesische Literatur, Schreibkunst, Übersetzung aus dem Englischen.
