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Lukas Marxt: Current Control

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1 Termin
bis Samstag 30. Mai
10. März 2015 -
Sa 30. Mai 2015
19:00
Lukas Marxt: Current Control

Die konzeptuellen Filmarbeiten von Lukas Marxt werden der Landart und Performancekunst zugeschrieben und bedienen sich der Strategie und Ästhetik des Dokumentarischen. Auffallend sind oft minutenlange Kameraeinstellungen und die beim Filmen mitgeschnittene natürliche Geräuschkulisse. Lukas Marxt zieht es bevorzugt an isolierte Orte und Landschaften wie Ölbohrinseln, Vulkansteinwüsten oder arktische Küstengebiete.

Den Ausgangspunkt für die Video-Arbeit ?Captive Horizon? (2015) bildet ein Buch, das 2013 fertig gestellt wurde und die Erzählungen eines auf der Insel Lanzarote lebenden Einzelgängers wiedergibt. Der Erzähler ist in verschiedenen Welten und Zeiten zu Hause, die unserer Umwelt in ihrer Struktur gleichen und dennoch wie Science Fiction klingen: ?Das was man sieht, ist nicht reales Leben? – eine Aussage, die einen Kontrapunkt zu Marxts Arbeiten bildet.

?Captive Horizon? zeigt verschiedene Szenen eines Drohnen-Fluges über die raue Landschaft Lanzarotes. Ähnlich den ersten Versuchen von George Lawrence Anfang des letzten Jahrhunderts, der mit Hilfe einer an einen Drachen montierten Kamera Luftaufnahmen machte, versucht Marxt umfassende Bilder der Landschaft zu gewinnen. Doch die unklare Betrachterposition verweigert es dem Besucher, das Bild aufzulösen. Ohne Menschen – als Betrachter oder als Abbild – bleiben Bilder abstrakt. Wird eine Landschaft erst real, wenn wir uns in ihr bewegen? In einem buchstäblichen Akt des ?Begreifen-Wollens? nimmt Marxt Frottagen vom steinigen Boden ab. Als Skulpturen im Raum manifestiert sich an ihnen die Unmöglichkeit einer unmittelbaren Erfahrung.

Unklar ist auch bei der Arbeit ?Two Skies? (2013), wo unten und oben ist. In einer Zwischenwelt wird der Betrachter gefangen und die unendliche Weite der Meere in einen Panic Room verwandelt. Zwei liquide Flächen verengen den Horizont zu einem Lichtschlitz wie unter einer verschlossenen Tür. Meeresrauschen wird zu Zirpen und Windkaskaden. Wer die Wahrnehmungsverengung kurz vor einer Ohnmacht kennt, mag sich daran erinnert fühlen. Auch an die große Leichtigkeit, die darauf folgt.

Archiv-Screenshot:

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