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Die Ausstellung ?Mute Images? bezweckt die Entwicklung der Videosprache zu untersuchen, indem sie sich auf die Werke von Ferhat Özgür fokussiert, der sich seit Jahren mit Videokunst beschäftigt. Özgür studierte Malerei an der Universität Gazi und im folgenden an Universität Hacettepe in Ankara, wo er in Folge in Lehrfunktion tätig war. Seine Werke wurden unter anderem im MoMA PS1 (New York), im Marabouparken (Schweden), im MUMOK (Wien), in der Fondazione Sandretto re Rebaudengo (Torino), im Pompidou (Paris), in der Salzburg Moderne und der Istanbul Modern ausgestellt. Seine durch seinen Malerei-Hintergrund geprägte Vorstellung von Bild versucht Özgür in das Medium Video zu übersetzen und zu integrieren. Die Vorstellung des Bildes in seiner Entstehungsgeschichte wird in der Ausstellung durch Foto- und Videoarbeiten der letzten 10 Jahre unter die Lupe genommen.
Der zeitgenössische französische Philosoph Jacques Rancière analysiert die Vorstellung des Bildes und dadurch entstandene erkenntnistheoretische Auseinandersetzungen mit Hilfe von ?mute speech?. In literaturtheoretischem Sinne weist dies auf die Entwicklung vom Verbalem in Nonverbalem hin.
Nach Ranciere zeigen die Verschiebungen des erkenntnistheoretischen Modernismus analoges, d.h. die Darstellung von der Erzählung einer Geschichte in der Visualisierung der Beobachtung. Aus der Perspektive der Videokunst kann man diese Erklärung von Rancière die Videokunst um die 1960er Jahre herum betreffend, scheint die Theorie Rancières zuzutreffen, doch erst nach den 90er Jahren kehrt die erzählerische Art der Videokunst zurück.
In der frühen Vergangenheit spielte das Bild und seine Repräsentation eine wichtige Rolle in der nonverbalen Sprache, in der Gegenwart jedoch haben die Wörter diese Rolle übernommen. Dieser Wandel spiegelt sich in Ferhat Özgürs Videoarbeiten wider.
Seien es auch nur kleine Schritte, wird durch die Ausstellung ?MUTE IMAGES? versucht, das Bild an sich und seine Oszillation zwischen verbaler und nonverbaler Ebene zu untersuchen.