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Film, Medien, Kunst: Überleben - eine Utopie?

Bildende Kunst Zeitgenössische Kunst Diskussion
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1 Termin
Donnerstag 27. November 2014
27. Nov. 2014
Do
18:00
Film, Medien, Kunst: Überleben - eine Utopie?
- Obergeschoß

Künstlerhaus, in den Räumen von “EXPERIMENT ANALOG”

Podiumsdiskussion
Am Podium:
Mag. Dr. Maria Fekter, Kultursprecherin der ÖVP
Elisabeth Hakel, Kultursprecherin der SPÖ
Hon.-Prof. Prof. Dr. Walter Pöltner, Leiter der Sektion Sozialversicherung im Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Mag. Wolfgang Steirer Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Mag. Peter Menasse, Moderation

Impulsreferat:
Dr. Maria Anna Kollmann

Anmeldung unbedingt nötig

Immer mehr Menschen können von Ihrer Arbeit nicht mehr leben, sie driften aus dem Mittelstand unausweichlich direkt ins Prekariat.
Sparzwang und Wettbewerbsfähigkeit um jeden Preis, jedenfalls auf Kosten von Lebensqualität und Gesundheit der Mitarbeiter, sind bereits zum ehernen Naturgesetz der Ökonomie geworden, Erfolgsdruck durch Nötigung zur Selbstausbeutung beschleunigen die fortschreitende Verdinglichung des seine Haut zu Markte tragenden Menschen. Die Wertschätzung der Arbeit und der sie Leistenden haben einen absoluten Tiefpunkt erreicht. „Neue Selbstständigkeit“ bedeutet in Wirklichkeit eine neue Form von Abhängigkeit ohne jede soziale Absicherung. Der Einstieg ins Sozialsystem wird speziell jungen Menschen verunmöglicht. und die fortschreitende Verelendung führt in Konsequenz unweigerlich in eine umfassende Altersarmut.

Perspektivlosigkeit der Jungen, die erkennen müssen, dass sie in diesem System durch ehrliche Arbeit und persönliche Leistung kaum ihre Existenz sichern, geschweige denn Karriere machen können, mündet in jene kollektive Frustration, die zum sozialen Zündstoff wird.

Den zynische Umgang mit menschlichen Ressourcen im Dienste der Rendite spüren Film- Medien und Kunstschaffende schon seit Jahren am eigenen Leib, längst ist er aber mitten in der Gesellschaft angekommen und breitet sich epidemisch auf immer mehr Berufssparten aus.

Wir glauben, dass man diese gesellschaftliche Fehlentwicklung nicht mehr hinnehmen kann und darf.

Wir meinen, dass eine menschenwürdige Arbeitswelt im 21. Jahrhundert nicht mehr mit Rezepten von vorgestern erzielt werden kann.

Wir denken, dass es dafür gänzlich neuer und mutiger politischer Entscheidungen bedarf.

Utopien von heute, sind die Wirklichkeiten von morgen.

Eine Veranstaltung des Verbandes Österreichischer Kameraleute aac und des Künstlerhauses, Gesellschaft Bildender Künstlerinnen und Künstler

Die Veranstaltung dient nicht zuletzt auch der Vorbereitung einer Enquete von IMAGO (European Federation of Cinematographers) in Brüssel, wo diese Problematik zum ersten Mal auf europäischer Ebene diskutiert werden soll. Österreich ist daran federführend durch den aac vertreten.

Archiv-Screenshot:

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