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Kulinarische Lesung mit Burgschauspieler Robert Reinagl
Von den zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern, die die Kulturnation Österreich so maßgeblich geprägt hatten, kehrten nach 1945 nur wenige zurück. Der ehemalige Café-Central-Stammgast und nunmehrige Emigrant Arnold Schönberg vermisste die heimatliche Küche und konnte sich mit dem amerikanischen Essen kaum anfreunden. Er bereitete im Exil für seine Kinder die Schulbrote zu: Toast in Schweineschmalz gebraten, was ihn an die bodenständige Kost seiner Heimat erinnerte, auch wenn es einen Bruch mit den jüdischen Speisegesetzen bedeutete. Friedrich Torberg hingegen schuf mit seinem 1975 erschienenen wehmütigen Werk „Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlandes in Anekdoten“ eine Hommage an die versunkene Tradition des Kaffeehauses in Wien und Prag. Diese verknüpfte er mit dem jüdischen Leben der Zwischenkriegszeit. Jedes Traditionshaus zeichnete eine ganz spezielle Atmosphäre aus, die von vielen jüdischen Intellektuellen und liebenswürdigen Originalen geprägt wurde - sei es als Begegnungs-, Debattier- oder Streitstätte. Torberg gelang es zudem, die Frage von Orthodoxie und Assimilation am Beispiel der Wiener und koscheren Küche mit Wortwitz abzuhandeln.
In einer kulinarischen Lesung lässt Sie der bekannte Burgschauspieler Robert Reinagl in diese verloren gegangene Welt eintauchen. Im Anschluss verwöhnen wir Sie mit einem Glas koscheren Wein und einigen kulinarischen Kostproben.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Kosher for… Essen und Tradition im Judentum“.
Tickets sind ab sofort im Jüdischen Museum Wien erhältlich oder via www.wien-ticket.at.
