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Stadtalltag in Fotografie und Grafik
Frauen und Kinder, die sich in der Nacht anstellen, um in der Früh an Nahrungsmittel zu gelangen. Grünflächen, die für den Gemüseanbau genutzt werden. Frauen als Straßenbahnerinnen, um die Männer zu ersetzen. Exerzierende Kinder und Schulen, die zu Reservespitälern umfunktioniert werden. Kleider und Bettdecken aus Papier. Verstümmelte und bettelnde Soldaten auf den Straßen. Überall patriotische Beflaggung, auch um von der drohenden Niederlage abzulenken.
Im Ersten Weltkrieg war erstmals die Zivilbevölkerung massiv eingebunden. Der Krieg tobte zwar weit entfernt, hatte aber unmittelbare Auswirkungen auf den Alltag. Auch zu Hause an der „Heimatfront” machte sich rasch Ernüchterung breit, Stimmungsmache und Realität klafften immer weiter auseinander. Ab 1915 kam es zu ersten Versorgungsengpässen bei Nahrung und Kleidung, 1917 zu massiven Protesten.
Der Stadtalltag wird über unterschiedlichste Bildmedien erfahrbar, hauptsächlich Propadandamaterial. Gezeigt werden Fotografien, Plakate und Bildpostkarten aus der „Kriegssammlung”, die ab 1914 im Auftrag des Bürgermeisters angelegt wurde. Ergänzt werden sie durch nüchterne Polizeifotos, einige seltene private „Knipserbilder” und illustrierte Zeitschriften.
