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Früher zionistischer Film
Kinoproduktionen des Jüdischen Kulturbundes 1935–1938
15. bis 17. Mai 2008, Metro Kino
Während in Deutschland nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten jüdische Künstler aus der Filmindustrie verdrängt und ihre Filme aus den Kinos verbannt wurden, »erlaubte« das Propagandaministerium dem »Kulturbund deutscher Juden« eine isolierte Filmproduktion und die Aufführung dieser Filme in geschlossenen Veranstaltungen vor einem ausschließlich jüdischen Publikum.
Ab Mitte der 1930er-Jahre entstand in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Kulturbund rund ein Dutzend Filme über Palästina. Dabei handelte es sich, mit einer Ausnahme, stets um Dokumentarfilme, die über die Arbeit jüdischer Organisationen in Deutschland berichteten und insbesondere für eine Ansiedlung ins damals britischen Mandatsgebiet Palästina warben. THE LAND OF PROMISE (1935) ist heute der bekannteste zionistische Film dieser Periode und gleichzeitig einer der frühesten Tonfilme aus Palästina – teils Dokumentarfilm, teils Reisebericht. Porträtiert werden zionistische Siedler in Palästina, gezeigt als Vorbilder einer energischen Modernität und Produktivität. Die Schau »Früher zionistischer Film« bietet die Gelegenheit, eine noch kaum bekannte Grauzone des NS-Films im Kino zu erforschen und wichtige Dokumente zur Zeitgeschichte kennenzulernen.
