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Vortrag
HELMUTH BERKING
“STÄDTE LASSEN SICH AN IHREM GANG ERKENNEN WIE MENSCHEN”. SKIZZEN ZUR ERFORSCHUNG DER STADT UND DER STÄDTE
In den Städten verweilt das Gedächtnis der Menschheit, Städte sind Weltanschauungen, Lebensformen, Philosophien, Räume des Begehrens, Arenen der Macht und ihres Verfalls, Stein gewordene Geschichte und der Zukunft zugewandt. Als Objekt des Wissens ist die „Stadt“ unnachsichtig in die jeweiligen Logiken ihrer Hervorbringung eingebunden. Ob als räumlicher Komplex der Begegnung zwischen Fremden, als Substitut für Gesellschaft oder als Resonanzboden für die Evokation von Moderne, Postmoderne – immer scheint das Wissensobjekt Stadt auf der Flucht vor sich selbst. Auf dieses Dilemma reagierte die jüngere Stadtforschung mit einem Perspektivwechsel, der die Eigenlogik der Städte ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Helmuth Berking versucht eine Antwort auf die Frage: Was ist die Stadt?
Helmuth Berking, Prof. Dr., ist Professor für Soziologie an der Technischen Universität Darmstadt. Er studierte Soziologie und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Lehrtätigkeit an der Northwestern University (Evanston/Chicago), Gastprofessuren in Freiburg, Berlin und Budapest. Derzeit ist er IFK_Gast des Direktors.
Publikationen (u. a.): (Hg.), Die Macht des Lokalen in einer Welt ohne Grenzen, Frankfurt/Main 2006; gem. mit Martina Löw (Hg.), Die Wirklichkeit der Städte, Baden-Baden 2005; gem. mit Richard Faber (Hg.), Städte im Globalisierungsdiskurs, Würzburg 2002; Sociology of Giving, London 1999; Mitherausgeber der Zeitschrift “Ästhetik und Kommunikation”.
