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Maskeraden: Münchhausen

Bildende Kunst Zeitgenössische Kunst Screening
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1 Termin
Dienstag 27. März 2018

Maskeraden

NS-Unterhaltungskino zwischen Anpassung und Verbot
4. April bis 1. Mai 2008, Metro Kino

Das Spektrum des Möglichen innerhalb eines faschistischen Regimes erkundet die zu Käutner und Staudte komplementär programmierte Schau »Maskeraden. NS-Unterhaltungskino zwischen Anpassung und Verbot«. Die von Frank Stern kuratierte und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte/Schwerpunkt Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte entstandene Reihe macht Widersprüche manifest, opake Oberflächen durchsichtig, zeigt Subversionen, wo es ›bloß‹ nach Unterhaltung aussah, demaskiert Propaganda als Kritik. Und umgekehrt. Wo, was wurde zensuriert, wie, womit Zensur vermieden? Wer den österreichischen und deutschen Spielfilm 1933 bis 1945 vorschnell – politisch und ästhetisch – schubladisiert, erspart sich Diskussionen, kaschiert allenfalls, woran er/sie sich nicht beteiligen, beteiligt haben sollen, Anteilnahme. Die Fragen sind aktueller denn je, der dreiste, sprühende Witz von Reinhold-Schünzel-Komödien, von VIKTOR UND VIKTORIA (1933) über AMPHITRYON (1935) bis LAND DER LIEBE (1937), nach wie vor be- und verzaubernd. Die Filmarchiv-Schau stellt 27 Filme, viele davon durchaus Meisterwerke, neu zur Diskussion. Nebst Raritäten wie den Carl-Junghans-Film ALTES HERZ GEHT AUF DIE REISE (1938) sind auch anhaltend populäre Produktionen wie TANZ AUF DEM VULKAN (1938) oder MÜNCHHAUSEN (1943) wieder und neu zu sehen.

***
Münchhausen

»Die Zeit ist kaputt«, konstatiert Hans Albers in der Rolle des Lügenbarons Münchhausen als er mit einer wortgewandten Mondbewohnerin auf ihrem Planeten Konversation betreibt. Erich Kästner legte ihm diese Worte als Drehbuchautor in den Mund. Auch wenn der Name des Schriftstellers nirgendwo aufscheinen durfte (Kästner hatte offiziell Berufsverbot), ist seine Kritik am politischen Geschehen in Deutschland in einem der teuersten, Special-effectsreichsten Filme der Ufa unüberhör- und -sehbar. Bei der Premiere am 5.3.1943 im Ufa-Palast Berlin war der Tobis-Klangfilm in einer Länge von 134 Minuten zu sehen – im Juni war er bereits auf 118 Minuten gekürzt worden. Weitere Prüffassungen folgten bis in die achtziger Jahre. Die gelungene Restauration eines der ersten Agfacolor-Filme überhaupt gestaltete sich schwierig, da das Material aufgrund des raschen Farbverlusts nur mit digitalen Verfahren »erneuert« werden konnte.

Archiv-Screenshot:

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