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ROTWEISSROT zeigt die österreichischen Landesfarben ohne Kommentar, nur bei »Weiß« die Schrift »Information«, ein abgefilmtes Schild eines Fremdenverkehrsbüros. Der Begriff »Rotweißrot« (die österreichischen Landesfarben) ist auf seine semantischen Grundelemente zerlegt worden. Es sind nacheinander die Farben Rot, Weiß und Rot zu sehen. 3. Teil der Farbfilmtrilogie beschäftigt sich, wie FARBFILM, mit minimalen konkretabstrakten Bildinhalten. Der Ton, aus Teilen von FILMRESTE montiert, ist nur bei den Feldern »Rot« zu hören. Dieser Film reflektiert sowohl vorangegangene Filme als auch die semantische Bedeutung der Farben Rotweißrot und ihren »Informations«-Wert. Die Schrift »Information «, aus einem rotweißroten Schild eines Fremdenverkehrsbüros entnommen, ist selbst Inhalt des Films und zugleich die »Information«, nämlich über das formale Verfahren des Films: das Medium ist das Medium. (Ernst Schmidt jr.)
HEIDENLÖCHER führt in die Zeit des Zweiten Weltkriegs und nimmt die Figur des Santner zum Anlass, Solidarität, Enge, Enttäuschung, Denunziation in einem Netz an Beziehungen darzustellen. Wichtig ist jedoch weniger was, sondern wie erzählt wird. Der Verlauf der Geschichte gibt nur einen Weg durch den Film wieder: Santner hält sich bereits über ein Jahr in einer Höhle versteckt. Nachts schleicht er gelegentlich zum Haus seiner Frau, um sich etwas Essen zu hohlen. Auch Dürlinger, der letzte Bauer im Tal, versorgt Santner ab und zu mit Lebensmitteln. Ruap, der ›ungeduldige und energische‹ fünfundzwanzigjährige Sohn von Dürlinger, ist ›UK gestellt‹, muss sehr hart arbeiten, fühlt sich nicht anerkannt und beneidet alle, die einrücken dürfen. Jacek, ein polnischer Kriegsgefangener, ist Dürlinger zugeteilt. Er scheut die Arbeit nicht und wird auf dem Hof gut behandelt. Dennoch denkt er planvoll an Flucht. Zwischen Ruap und Jacek herrscht Rivalität. Der Vater will sie beenden und gibt Ruap in Jaceks Gegenwart eine Ohrfeige. Ein wortloser Bruch zwischen Vater und Sohn tritt ein. (Elisabeth Büttner/Christian Dewald)
