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In dieser “persönlichen Quadratur des Kreises” (Rohmer/Chabrol), einer teils sehr freien Verfilmung des Romans The Thirty-Nine Steps von John Buchan (“der mich sehr beeinflusst hat”), erreicht Alfred Hitchcock ein Höchstmaß spielerischer Vollendung. Die “double chases” - der Held jagt nach dem Geheimnis der 39 Stufen und wird selbst von Polizei und Verbrechern gejagt - lassen ein künstliches Universum erstehen, in dem alles voll von Bewegung, Witz, Überraschung, Schnelligkeit des Übergehens von einem ins nächste ist. Eine Welt köstlicher Erfindung wird entworfen, die doch Reflex realer Ängste und Gefahren ist, und in der Hitchcocks Tour de force der Wahrscheinlichkeit nicht gestattet, ihr “gewöhnliches Haupt zu erheben”. (H.T.) “Was sind die 39 Stufen? Eine Spionageorganisation, die allen wichtigen Geheimnissen des Kinos auf der Spur ist.” (Claudius Seidl)
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Alfred Hitchcock: Das Gesamtwerk. Teil 1
1. Dezember 2007 bis 4. Jänner 2008
Mehr als ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod ist Alfred Hitchcock noch immer der berühmteste aller Regisseure. Das liegt zum einen an seiner Virtuosität als Filmemacher, insbesondere seiner Vollendung der Thriller-Form - er zeigt das Spannungskino als eine „Maschine“, mit der das Kino über sich selbst nachdenken kann. Seine Serie von Meisterwerken auf diesem Gebiet ist beispiellos: von The 39 Steps (1935) und Sabotage (1936) über Shadow of a Doubt (1943) und Notorious (1946) bis Vertigo (1958) und Marnie (1964). Andererseits verdankt sich Hitchcocks Aufstieg zum ultimativen Kinomythos auch seinem eigenen Sinn für Publicity und einem Paradigmenwechsel in der Filmkritik der 1950er und 60er Jahre: er war das „populäre Genie“, der ideale auteur inmitten der Massenproduktion des Hollywood-Systems.
