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KORPYS/LÖFFLER & ZBYNEK BALADRÁN

Bildende Kunst Zeitgenössische Kunst Ausstellung
1 Termin
Dienstag 27. März 2018
27. März 2018
Di
19:00
KORPYS/LÖFFLER & ZBYNEK BALADRÁN
Secession

29. 11. 2007 - 27. 1. 2008

Seit Anfang der neunziger Jahre befassen sich Andree Korpys und Markus Löffler mit der Frage, wie Wirklichkeit in medial vermittelten Bildern konstruiert und inszeniert wird. Eine wesentliche Motivation ist dabei die Hinterfragung des postulierten und gemeinhin akzeptierten Wahrheitsgehalts dieser Inszenierung. Ihre künstlerisch-investigativen Arbeiten fokussieren insbesondere Orte und Strukturen von Macht sowie deren Repräsentation durch Architekturen, Hierarchien, Kontrollmechanismen oder Gewaltausübung. Allerdings richten die Künstler den Blick – entgegen allen Erwartungen– auf scheinbar Nebensächliches, wie beispielsweise auf Nebenschauplätze von historisch-politischen Events oder auf beiläufige Handlungen der dargestellten Neben- und Hauptpersonen. Diese belanglosen, unspektakulären Momente reflektieren eine Funktionsweise von Macht, die gerade auch in unsichtbaren Momenten bzw. abgeschirmt von der Öffentlichkeit zur Geltung kommt. Korpys/Löffler kombinieren dabei Fiktionales, Biografisches und Dokumentarisches in Videos, Zeichnungen, Fotografien und komplexen Installationen, um immer neue, alternative Erzählstränge und Bildbezüge zu den massenmedial diktierten, d.h. offiziellen Imagekampagnen zu entwerfen.

(…)

In der Secession zeigen Korpys/Löffler insgesamt sechs filmische Arbeiten, darunter eine ganz neue ortsspezifische Videoproduktion. Nicht zuletzt greift die von den Künstlern entwickelte Ausstellungsarchitektur die Methode der Umkehrung von Perspektiven und Vordergründigkeiten auf. Ein „Korridor“ entlang der zentralen Achse des Hauptraums führt die für Korpys/Löffler typische ambivalente Haltung vor Augen: Die sichtbare Stützkonstruktion befindet sich im Inneren des Ganges, wodurch die Innenwände eigentlich als Außenwände erscheinen. Ist der vermeintliche Korridor am Ende bloß ein Zwischenraum?

* * *

Die neue Vitrine der Secession in der Westpassage der U-Bahnstation Karlsplatz wird eröffnet durch die Reihe FOOTNOTES der Budapester Kuratorin Hajnalka Somogyi, in welcher sie sich programmatisch auf das räumliche Verhältnis vom Gebäude der Secession zum „Nebenraum“ der Vitrine bezieht, und somit räumliche Machtverhältnisse – auch in Bezug auf ihre verschiedenen Zugänglichkeiten und Öffentlichkeiten - thematisiert.

Archiv-Screenshot:

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