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Christiana Perschon

Spending Time, Holding Space
Bildende Kunst Zeitgenössische Kunst Einzelausstellung
eSeL – Socializing
»Kunstpreis an den Saisonstart!«
Von Mittwoch
11. September
2024
bis Samstag
19. Oktober
2024
das weisse haus
Hegelgasse 14
1010 Wien
➜ edit + new album ev_02xZPd8cBhTGqMhTrbERCw
2 Termine
Dienstag 10. September 2024
10. Sep. 2024
Di
17:00
Eröffnung
Christiana Perschon bis 22:00
Dienstag 8. Oktober 2024

Christiana Perschon, Erste Bank Kunstpreisträgerin 2024

Eröffnung: 10.09.2024, 17 – 22h
Begrüßung: Veronica Kaup-Hasler (Stadträtin für Kultur und Wissenschaft), Ruth Goubran (Leiterin Erste Bank Sponsoringprogramm) und BLOCKFREI Collective (Leitung DAS WEISSE HAUS)

kuratorische Beratung: Anne Faucheret
Display: Elisabeth Kihlström
Übersetzung: Elena Blum, Pia Wamsler

Christiana Perschons Filme sind Porträts, die keine Intimitäten durchdringen, Tribute, die nicht sakralisieren, Bilder, die nicht repräsentieren, Rahmen, die nicht trennen. Spending Time bedeutet Arbeit, Hingabe und Fürsorge. Holding Space bedeutet Raum zu schaffen, einzunehmen und zu erhalten. All dies sind Handlungen, die feministisch-künstlerische Praxis und Reproduktionsarbeit gleichermaßen charakterisieren. Die vier Wörter, die gemeinsam den Titel der Ausstellung bilden, beschreiben zentrale Methoden in Christiana Perschons Arbeit – neben jenen des Zuhörens und Aufmerksam-Seins. Die Protagonist:innen treten in ihren Filmen nicht nur auf, sondern interagieren mit der Künstlerin und ihrer Kamera, der sie eine eigene Handlungsfähigkeit verleiht, und ermöglichen so gemeinsam bewegte und bewegende Bilder.

Im Dialog mit Künstlerinnen früherer Generationen entwickelt Christiana Perschon eine spezifische Methode des Porträtierens, die den künstlerischen Arbeitsprozess der Protagonist:in oder Aspekte davon aufgreift und einbezieht. Jedes filmische Porträt hat seine eigene Logik und Ästhetik. Die Ausstellung zeigt zwei neue Werke: Stille verschieben ist ein Drei-Kanal-Video mit Inge Dick, die einem scheinbar unendlichen Dämmerungshimmel mit einer alten Zille entgegenfährt und die Kamera und den Horizont sanft ins Schwanken bringt. Christiana Perschon verbringt Zeit mit Inge Dick, die in ihrer künstlerischen Arbeit den Verlauf der Zeit akribisch in Farb- und Lichtveränderungen übersetzt und untersucht, und lädt die Betrachter:innen ein, das Zeitempfinden im Alltag zu hinterfragen.

In dem Schwarz-Weiß-16-mm-Film Friedl erschafft die Protagonistin Friedl vom Gröller mit Zigarettenrauch, ihrer Hand, ihrem Lächeln oder ihren sparsamen Worten eine Art Filter, womit sie subtil, aber entschlossen ihr eigenes Bild bestimmt. In der Nähe der analogen Projektion zeigt eine zum Berühren und Betrachten einladende Filmrolle Aufnahmen von Christiana Perschon, diesmal von Friedl vom Gröller selbst gefilmt. In Nursing an idea and a baby are the same not two different acts on simultaneously the same body treten Künstler:innen mit ihren Babys auf, um Windeln zu wechseln. Vor der riesigen Kinoleinwand – im Mittelpunkt der Bühne – werden ihre Gesten zu einem Akt des Widerstands, an einem Ort, der normalerweise die Bedingungen von Produktion (und Reproduktion) unsichtbar macht.

Christiana Perschon greift in die Beziehung zwischen Filmemacher:in, Kamera und Protagonist:in ein, ebenso wie zwischen den Zuschauer:innen und dem Film selbst, und lotet diese durch Relationalität und Gegenseitigkeit neu aus. Der kollektive Schaffensprozess funktioniert außerhalb vorherrschender (patriarchaler) Repräsentationsnormen und Sehgewohnheiten – die normalerweise auf einer einseitigen Beziehung zwischen den Filmenden und den Gefilmten, den Betrachtenden und den Betrachteten beruhen und von Objektifizierung und Fetischisierung bestimmt werden. Als Materialisierung von Begegnungen, Beziehungen, Affekten und Effekten verstanden, bleiben Christiana Perschons Filme undurchsichtig, geheimnisvoll, sinnlich und empfindsam.

Spending Time, Holding Space ist die erste Einzelausstellung der Künstlerin und Filmemacherin Christiana Perschon in Wien, die von 11. September bis 19. Oktober 2024 im DAS WEISSE HAUS zu sehen ist.

Der diesjährige Preis wird in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Kulturforum Ottawa und dem SAW Centre, Ottawa vergeben. Unser besonderer Dank gilt dem Team des Erste Bank Sponsoringprogramms und der Jury des Erste Bank Kunstpreises 2024 für die wunderbare Zusammenarbeit und Unterstützung!

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