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Franz Xaver Messerschmidt

Mehr als Charakterköpfe
Kunst Bildende Kunst Ausstellung

Zwischen Spott, Schmerz und Selbsterkenntnis: Messerschmidts Köpfe blicken aus dem 18. Jahrhundert direkt in unser Jetzt.

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5 Termine
Donnerstag 30. Oktober 2025
30. Okt. 2025
Do
19:00
Eröffnung
Franz Xaver Messerschmidt
Freitag 31. Oktober 2025
31. Okt. 2025
Fr
16:30
Führung bis 17:30
Curator’s Tour
Messerschmidts künstlerischer Aufstieg
bis Montag 6. April
31. Okt. 2025 -
Mo , 6. April
Kunstausstellung
Franz Xaver Messerschmidt
Freitag 7. November 2025
7. Nov. 2025
Fr
16:30
Führung bis 17:30
Curator’s Tour
Charakterköpfe oder Kopfstücke?
Freitag 13. Februar
13. Feb.
Fr
16:30
Führung bis 17:30
Curator’s Tour

Das Belvedere präsentiert Franz Xaver Messerschmidt (1736–1783) als Künstler einer kulturellen und politischen Zeitenwende. Zeugnis davon geben seine Porträts von Mitgliedern des Hofes und des Adels, von Wissenschaftlern und Schriftstellern. Die ab 1770 entstandenen „Charakterköpfe“ werden als Phänomene ihrer Zeit beleuchtet. Thema sind außerdem die zahlreichen Mythen, die sich um Messerschmidt ranken.

Kuratiert von Katharina Lovecky und Georg Lechner.
Assistenzkuratorin: Kati Renner

Die Porträts des Bildhauers Franz Xaver Messerschmidt zeigen ab etwa 1769 ein neues Menschenbild, das von den Ideen der Aufklärung durchdrungen ist: Das Bestreben, den Menschen als Individuum darzustellen, tritt zunehmend an die Stelle barocker Repräsentation. Anhand der porträtierten Persönlichkeiten sowie weiterer Auftraggeber*innen, etwa Maria Theresia Felicitas von Savoyen-Carignan, die Ärzte Gerard van Swieten und Franz Anton Mesmer oder der Kunstschriftsteller Franz von Scheyb, wird außerdem das kulturelle, politische und wissenschaftliche Klima des 18. Jahrhunderts erläutert.

Messerschmidts sogenannte „Charakterköpfe“ gelten trotz ihrer Bekanntheit bis heute als rätselhaft. Die seit dem 20. Jahrhundert äußerst populäre psychopathologische Deutung schränkt den Blickwinkel auf diese Objekte jedoch stark ein. Sie lässt vergessen, dass der Bildhauer in seinem Schaffen auf die gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Umbrüche des 18. Jahrhunderts reagiert hat. Ziel der Ausstellung ist, die Werkserie vor dem Hintergrund der damaligen Beschäftigung mit Mimik einzuordnen und als Phänomen ihrer Zeit zu lesen. Vergleiche mit Werken von Künstlern wie Joseph Ducreux , William Hogarth und Jakob Matthias Schmutzer untermauern dabei, dass das Interesse für das Gesicht (und seine Entgleisungen) keine Ausnahme darstellt.

Franz Xaver Messerschmidt wird 1736 in Wiesensteig geboren. Die Ausbildung zum Bildhauer absolviert er bei seinen Onkeln Johann Baptist Straub in München und Philipp Jakob Straub in Graz. Darauf folgt ein Studium an der Akademie in Wien. Ab 1760 ist Messerschmidt als selbstständiger Bildhauer tätig und führt Aufträge insbesondere für den Hochadel und das Kaiserhaus, aber auch für bürgerliche Kund*innen aus. Um 1770 beginnt er mit der Arbeit an seiner bekanntesten Werkgruppe, den sogenannten „Charakterköpfen“. Nachdem ihm eine Professur an der Akademie verwehrt bleibt, verlässt er 1775 Wien und wird nach Aufenthalten in Wiesensteig und München in Bratislava ansässig, wo er 1783 stirbt.

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