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Im Blick: Gustav Klimt

Die Braut
Kunst Ausstellung

Klimts letzte Leinwand bleibt ein Schwebezustand: Die Braut – unvollendet, aufgeladen, umwoben von Stimmen aus dem Atelier. Das Belvedere spürt dem Entstehungskosmos nach, wo Schiele, Schnitzler & Co. mehr als nur Zaungäste waren. Kunst im Schwebezustand zwischen Abschied und Aufbruch. >;e)

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5 Termine
Mittwoch 14. Mai 2025
14. Mai 2025
Mi
19:00
Eröffnung
Im Blick: Gustav Klimt
bis Sonntag 5. Oktober
15. Mai 2025 -
So 5. Okt. 2025
Ausstellung
Im Blick: Gustav Klimt
Freitag 16. Mai 2025
16. Mai 2025
Fr
15:00
Führung bis 16:00
Curator's Tour
Die großen Spätwerke
Freitag 29. August 2025
29. Aug. 2025
Fr
15:00
Führung bis 16:00
Curator's Tour
Die großen Spätwerke
Donnerstag 18. September 2025
18. Sep. 2025
Do
16:30
Führung bis 17:30
Curator's Tour
Der Blick ins Atelier

In seinem letzten Schaffensjahr, 1917, begann Gustav Klimt eines seiner größten Gemälde, die Allegorie Die Braut, zu malen. Aufgrund seines überraschend frühen Todes im Februar 1918 blieb das Bild unvollendet. Eine heute legendäre, von Klimts Lieblingsfotografen Moriz Nähr geschaffene Aufnahme zeigt das Werk gemeinsam mit dem 2021/22 im Oberen Belvedere präsentierten Gemälde Dame mit Fächer im Atelier des Malers in Wien-Hietzing.

Dieses letzte Atelier und insbesondere die hier stattgefunden habenden Begegnungen zwischen dem Maler und wichtigen Weggefährt*innen bilden den Auftakt zur Ausstellung. Neben den Berichten der Malerkollegen Egon Schiele und Felix Albrecht Harta, den Erzählungen des Literaten Arthur Schnitzler und des japanischen Kunstkenners Kijiro Ohta werden auch die Mitteilungen der von Klimt porträtierten Friederike Beer-Monti wie der Mäzeninnen Eugenia (Mäda) Primavesi und Serena Lederer beleuchtet.

Das Hauptaugenmerk der Ausstellung liegt auf dem Gemälde Die Braut, kontextualisiert durch zahlreiche Bleistiftzeichnungen, in denen Klimt viele der im Werk vorhandenen Figuren sorgfältig vorbereitete. Weitere Studien finden sich in seinem Skizzenbuch, dem letzten, das er vor seinem Tod in Verwendung hatte. Nun werden diese Entwürfe in einem größeren Umfang öffentlich präsentiert und ermöglichen den unmittelbaren Vergleich mit dem ausgeführten Gemälde. Im Zuge der Vorbereitungen zu dieser Schau wurde Die Braut eingehenden mal- und materialtechnischen sowie röntgenologischen Untersuchungen unterzogen, deren Ergebnisse ebenfalls vorgestellt werden.

Schließlich wird in der Ausstellung auch die Geschichte des Gemäldes von seiner Entstehung bis heute erzählt. Zunächst befand es sich im Besitz von Klimts Lebensmenschen und Erbin Emilie Flöge. Später wurde es von Klimts erstem unehelichen Sohn Gustav Ucicky erworben. Vor allem in den 1920er-Jahren wurde das Werk regelmäßig in Ausstellungen gezeigt. Nach der Eingliederung von Klimts letzter Allegorie in die Sammlung der gemeinnützigen Klimt-Foundation im Jahr 2013 ist Die Braut seit 2014 als Leihgabe vorrangig im Belvedere zu sehen.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Klimt-Foundation, Wien, statt.

Kuratiert von Franz Smola (Belvedere) und Sandra Tretter (Klimt-Foundation, Wien).

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