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Kuratorenführung: Un/angepasste Sexualität

Zivilgesellschaft Geschichte Führung
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1 Termin
Freitag 5. Juni
5. Juni
Fr
16:30
Führung
Kuratorenführung: Un/angepasste Sexualität

Führung mit Kurator Stefan Benedik

Wenn es um die Erinnerung an NS-Opfer geht, die wegen ihrer Sexualität verfolgt wurden, stehen vor allem schwule Männer im Vordergrund, daneben zunehmend lesbische Frauen, trans Personen oder Menschen jenseits der Zweigeschlechtlichkeit. Tatsächlich zielte die NS-Verfolgung jedoch nicht nur auf bestimmte Gruppen ab, sondern darauf, Sexualität im Sinne der „Volksgemeinschaft“ einzuschränken. Das betraf beispielsweise Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft oder mit (schein-)medizinischen Begründungen zwangsweise sterilisiert wurden.

Ebenso wurden Frauen gezielt verfolgt, denen unterstellt wurde, nicht monogam leben zu wollen – oft mit Verweis auf ihren sozialen Hintergrund. Die Folge waren Ausgrenzung, polizeiliche Überwachung, Haft und massive Gewalt bis hin zur Ermordung. Die Überlebenden trugen auch in der demokratischen Republik noch ein Stigma und konnten über diese Form der Verfolgung meist nicht sprechen. Viele blieben weiterhin sogar im Visier von Sozialbehörden und Polizei.

Diese Führung verfolgt anlässlich des Pride Months bewusst Spuren von weiblicher Sexualität, die in der NS-Herrschaft als gefährlich galt. Sie stellt Menschen in den Mittelpunkt, deren Leid bis heute nicht anerkannt wurde und spricht dabei auch an, welche Geschichten in der Hauptausstellung des hdgö (noch) fehlen.

Dauer: ca. 60–90 Minuten

Führungspauschale: € 4,50 / ermäßigt € 3,50 pro Person zzgl. Eintritt

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