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Licht für Vielfalt

Zeitgenössische Kunst Urbanismus Öffentlichkeit Installation Workshop
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3 Termine
Freitag 17. April
17. April
Fr
21:00
Workshop bis 22:30
Lichtfang: Begegnungen mit der Nacht
Sonntag 26. April
26. April
So
21:00
Workshop bis 22:30
Lichtfang: Begegnungen mit der Nacht
Samstag 9. Mai
9. Mai
Sa
20:00
Workshop bis 21:30
Lichtfang: Begegnungen mit der Nacht

Licht für Vielfalt ist eine temporäre lichtbasierte Intervention des Dusts Institute im Rahmen der Klima Biennale Wien 2026. Das Projekt untersucht, wie künstliches Licht urbane Ökosysteme beeinflusst und wie bereits kleine Veränderungen im Lichtdesign die nächtliche Biodiversität unterstützen können. Heute sind die meisten städtischen Räume dauerhaft beleuchtet, was zum globalen Phänomen der Lichtverschmutzung beiträgt. Obwohl künstliche Beleuchtung eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben spielt, kann sie das Verhalten vieler nachtaktiver Arten stören – insbesondere von Insekten wie Nachtfaltern, die stark auf bestimmte Lichtwellenlängen reagieren. Die Intervention findet im Juta-Steier-Park statt, wo bestehende Parkleuchten temporär mit speziell entwickelten optischen Filtern ausgestattet werden. Diese Filter reduzieren jene kurzwelligen Lichtanteile, die Insekten besonders stark anziehen, während gleichzeitig ausreichend Licht für Besucher:innen des Parks erhalten bleibt. Die Installation zeigt, wie subtile und reversible Anpassungen bestehender Beleuchtungsinfrastruktur ökologische Störungen verringern können, ohne die alltägliche Nutzung des öffentlichen Raums zu verändern. Begleitend zur Installation finden abendliche Workshops statt, die Besucher:innen einladen, den Park nach Einbruch der Dunkelheit neu zu erleben. Gemeinsam mit dem Nachtinsekten-Spezialisten Mario Oswald und dem künstlerischen Forscher Adam Hudec beobachten und diskutieren die Teilnehmenden nachtaktive Insekten mithilfe der wissenschaftlichen Methode des Lichtfangs. Indem diese oft übersehenen Arten sichtbar werden, eröffnet das Projekt neue Perspektiven darauf, wie Städte als gemeinsamer Lebensraum für Menschen und andere Lebewesen gestaltet werden können. Durch künstlerische Forschung und öffentliche Beteiligung lädt Licht für Vielfalt dazu ein, die Nacht als ökologischen Raum innerhalb der Stadt neu wahrzunehmen.

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