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Marina Abramović: Thomas Lips

Zeitgenössische Kunst Performance Kunst Ausstellung

Die Galerie Krinzinger zeigt Thomas Lips als seltene Rückblende auf Abramovićs frühe Grenzgänge – inklusive frisch gehobener Vintage-Fotos, die die ikonische Performance neu schärfen.

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1 Termin
bis Mittwoch 18. Februar
21. Nov. 2025 -
Mi , 18. Feb.
Ausstellung
Marina Abramović: Thomas Lips

Mit „Thomas Lips“ präsentiert die Ausstellung eines der bedeutendsten Werke aus Marina Abramovićs früher Schaffensphase. Die 1975 erstmals in der Galerie Krinzinger in Innsbruck gezeigte Performance steht exemplarisch für zentrale Themen der Künstlerin: Ausdauer, Ritual, körperliche Grenzen und Transzendenz.

In „Thomas Lips“ unterzieht sich Abramović einer Reihe von körperlich und emotional anspruchsvollen Aktionen. Nackt betrat sie die Bühne und sah sich einer einfachen, aber symbolträchtigen Anordnung gegenüber: einem mit einem weißen Tuch bedeckten Tisch, einem Glas Honig, einer Flasche Wein, einem Glas, einem Löffel und einer Peitsche. An der Wand hing ein Foto von Thomas Lips und auf dem Boden lag ein Kreuz aus Eisblöcken, das von einem darüber hängenden Heizgerät beleuchtet wurde. Im Laufe der Performance verzehrte Abramović ein Kilogramm Honig und einen Liter Wein, bevor sie das Glas in ihrer Hand zerbrach. Dann zeichnete sie ein Pentagramm an die Wand um Lips’ Foto herum und ritzte dieselbe Form in ihren eigenen Bauch. Die Sequenz setzte sich fort, als sie sich selbst auspeitschte und sich schließlich blutend auf das Eiskreuz unter der Wärmelampe legte. Die Performance von 1975 wurde nach etwa 30 Minuten abgebrochen, als besorgte Zuschauer eingriffen. Als Abramović das Werk 2005 im Guggenheim Museum in New York wiederaufnahm, strukturierte sie die Bedingungen neu, um sicherzustellen, dass es ohne Unterbrechung stattfinden konnte. Diese Version dauerte sieben Stunden und führte neue Elemente ein, darunter ein Metronom, das die Zeit markierte.

Die Ausstellung rekonstruiert die ursprüngliche Performance-Situation und kombiniert dabei authentische Objekte mit neu produzierten Fotoeditionen. Sie ist inspiriert von der bemerkenswerten Wiederentdeckung bisher unveröffentlichter Vintage-Negative von F. Krinzinger, die beim Umzug des Archivs der Galerie Krinzinger von Innsbruck nach Wien gefunden wurden. Diese Entdeckung verleiht der Ausstellung ihren sensationellen Charakter und bietet neue Perspektiven auf diese bedeutende Performance.

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