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Wilhelm Scheruebl: Minusaquarelle

Von der Schönheit gefrorener Eisblüten
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
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3 Termine
Freitag 10. Oktober 2025
10. Okt. 2025
Fr
19:00
Eröffnung
Wilhelm Scheruebl: Minusaquarelle
bis Freitag 31. Oktober
11. Okt. 2025 -
Fr 31. Okt. 2025
Ausstellung
Wilhelm Scheruebl: Minusaquarelle
Freitag 31. Oktober 2025
31. Okt. 2025
Fr
15:00
Finissage bis 18:00
Wilhelm Scheruebl: Minusaquarelle

Eröffnung | Freitag, 10. Oktober 2025, 19 Uhr
Mit einem Künstler*innengespräch mit Wilhelm Scheruebl und Hannah Stippl

Post-Medium Condition, Verzeitlichung, Autopoiesis, Ecological Art.

In den seit den 1990er-Jahren entstehenden Minusaquarellen kulminiert das bildhauerische Denken Wilhelm Scheruebls. Obwohl er mit dem Begriff des Aquarells auf eine malerische Praxis anspielt und man so auch in die Falle einer gestisch-abstrakten Malerei tappen kann, bleibt die Wahl des Mediums irrelevant. Es geht nicht um einen psychischen Automatismus, sondern genau um dessen Antithese. Gegen die Ich-Behauptung informeller Abstraktion steht hier der fast völlige Rückzug des Künstler-Ichs zugunsten des reinen Naturprozesses. Minusaquarelle verlassen die Kategorien künstlerischer Praxen und verschieben sie in ökologische Formbildungsprozesse, die immer Balancen sind und zwischen Chaos und Ordnung schweben.

Scheruebl lässt bei den Minusaquarellen mit Wasser und Pigment bemalte Blätter bei Minusgraden in der freien Natur gefrieren. Im folgenden Trocknungsprozess festigen sich die so entstandenen kristallinen Ordnungen zu floralen Erscheinungen. Der Kristallisationsprozess folgt hier einer inneren formalen Logik, wie wir sie auch von Schneeflocken kennen. Für den Künstler, der als Initiator auftritt, bleibt das Ergebnis offen, denn die Kristallisation ist ungleichmäßig und bleibt mehrdeutig. Diese eine Möglichkeit unter vielen zeigt auch den spielerischen Zugang Scheruebls zur Kunst, die für ihn nichts anderes ist als der Versuch, Klarheit in einer natürlichen wie mediatisierten Welt zu schaffen mit dem Verständnis von Natur als primäre Wirklichkeit unter vielen anderen. (Günther Moschig)

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