\

Zum Verhältnis von Antisemitismus und Holocaust in der historisch-politischen Bildungsarbeit

Geschichte Zivilgesellschaft Diskussion Präsentation
➜ edit + new album ev_034ObIqCzlihRYAJMdPWUI
2 Termine
Mittwoch 11. November
11. Nov.
Mi
17:30
Führung
Ausstellungsgespräch: Holocaust und Antisemitismus ausstellen und vermitteln
Hauptausstellung
18:30
Präsentation Diskussion bis 20:00
Präsentation, Keynote und Podiumsgespräch

Präsentation der deutschsprachigen IHRA-Empfehlungen für das Lehren und Lernen über den Holocaust

Anmeldung ist erforderlich.

Was kann und soll das Lehren und Lernen über Holocaust heute leisten? Mit dem Ende der Zeitzeugenschaft, der Zunahme an Holocaust-Leugnung und -Verfälschung in sozialen Medien und dem weltweit gestiegenen Antisemitismus seit dem 7. Oktober 2023 sind auch die Erwartungen an die Bildungsarbeit immer größer geworden. Zugleich stellt sich die Frage, welche „Lehren aus der Geschichte“ tatsächlich vermittelt werden können – und wo die Möglichkeiten von Holocaust-Education in der Auseinandersetzung mit aktuellem Antisemitismus an ihre Grenzen stoßen.

Die International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) hat ihre 2019 erstmals veröffentlichten Empfehlungen für das Lehren und Lernen über den Holocaust aktualisiert. Die neue Fassung legt unter anderem einen stärkeren Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, um sowohl die Vorgeschichte als auch die Nachwirkungen des Holocaust besser verstehen zu können. Gleichzeitig reagieren die Empfehlungen damit auf eine zentrale Herausforderung der historisch-politischen Bildungsarbeit: Die verbreitete Annahme, dass die Beschäftigung mit dem Holocaust automatisch gegen Antisemitismus „immunisiere“, greift zu kurz.

Welche Rolle soll die Auseinandersetzung mit Antisemitismus beim Lernen über den Holocaust spielen? Welche Fallstricke und Herausforderungen, aber auch welche Chancen und Grenzen gibt es? Und wie können die Empfehlungen der IHRA in der Bildungsarbeit an Schulen, Museen und Gedenkstätten praktisch umgesetzt werden?

Die deutsche Übersetzung der IHRA-Empfehlungen liegt seit Sommer 2026 vor und wird bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Hauses der Geschichte Österreich, des OeAD-Programms ERINNERN:AT und der IHRA im Rahmen der Aktionswoche gegen Antisemitismus erstmals im deutschsprachigen Raum präsentiert.

Die Co-Autorin Yael Richler-Friedman erläutert in einem Impulsvortrag, wie die Auseinandersetzung mit Antisemitismus in die überarbeiteten Empfehlungen eingeflossen ist. Anschließend diskutieren Expert:innen der historisch-politischen Bildung aus Österreich, Deutschland und der Schweiz die Empfehlungen, ihre Potenziale und Grenzen sowie Möglichkeiten ihrer Umsetzung in der Bildungspraxis.

Die Veranstaltung findet hybrid statt und wird auf Youtube übertragen.

Die Veranstaltung ab 18:30 Uhr dauert ca. 90 Minuten ohne Pause. Die Beiträge sind in deutscher und englischer Lautsprache.

Newsletter und Social Media

Der eSeL Newsletter schickt dir jeden Donnerstag Insidertipps unserer Terminredaktion und fotografische Highlights aus dem Kunstbetrieb.

Datenschutz

Impressum

AGB

eSeL ist ein Informationsportal für Kunst und Kultur. Hier findest du empfohlene Veranstaltungen, Ausstellungen, Museen, Kinoprogramm, Theater, Performances und mehr in Wien und ganz Österreich.