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Laura Mulvey: Feminismus und/im Kino (2)

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Donnerstag 21. April 2016

Chantal Akermans erster Film, Saute ma ville (1968), nimmt bereits einige Themen ihrer späteren Arbeit vorweg: Im Besonderen betrifft dies die obsessiven Gesten und Handlungen der von Akerman selbst dargestellten Figur und den engen Raum der Küche, wo der Großteil des Films spielt. Die emotionale Intensität von Saute ma ville unterfüttert einen dunklen, subversiven Humor – mit einem buchstäblichen Ausbruch am explosiven Ende. Auch in La Chambre (1972) beobachtet die Kamera einen geschlossenen Raum, diesmal Akermans Schlafzimmer. Langsame 360-Grad-Schwenks erfassen Akerman bei verschiedenen Tätigkeiten; am Ende ist sie aus dem Raum verschwunden und hinterlässt Leere. In Un?ora sola ti vorrei (2002) rekonstruiert Alina Marazzi das Leben ihrer Mutter Luisa Hoepli/Marazzi, die unter mysteriösen Umständen starb, als die Regisseurin noch ein kleines Kind war. Über ephemere, persönliche Objekte – in erster Linie die Amateurfilme ihres Großvaters – erzählt Marazzi die Geschichte von Luisas Kindheit, Jugend und Mutterschaft mit den einhergehenden Krisen. Begonnen hatte das Projekt als persönliche Suche nach der verlorenen Mutter. Als Marazzi sich jedoch nach und nach der sozialen und politischen Bedeutung ihrer Geschichte bewusst wurde, drehte sie einen feministisch motivierten Film über das Leben einer jungen Frau in Italien unmittelbar vor der Frauenbewegung.
Filmprogramm

Chantal Akerman, Saute ma ville, 1968, 13 min
Chantal Akerman, La Chambre, 1972, 11 min
Alina Marazzi, Un?ora sola ti vorrei, 2002, 55 min

Vorgestellt von Laura Mulvey

Laura Mulvey ist Professorin für Film- und Medienwissenschaft am Birkbeck College, University of London. Zu ihren Veröffentlichungen zählen u.a. Visual and Other Pleasures (1989), Fetishism and Curiosity (1996), Death 24x a Second: Stillness and the Moving Image (2006) sowie der einflussreiche Essay Visual Pleasure and Narrative Cinema (1975). Gemeinsam mit Peter Wollen drehte sie in den 1970er- und frühen 1980er-Jahren sechs Filme und später zwei weitere mit Künstler/Filmemacher Mark Lewis.

Archiv-Screenshot:

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