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(No) Funny Games

Darstellende Kunst Urbanismus Öffentlichkeit Ausstellung
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4 Termine
Donnerstag 9. April
Freitag 10. April
Ausstellung
(No) Funny Games
Wien
Samstag 11. April - Samstag 31. Juli 2027

Kuratiert von:
Hektor Peljak & Dorothea Trappel mit Calle Libre, KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien, museum in progress, MuseumsQuartier Wien

oder Wie wir lernten, fürsorglich zu sein und die Dystopie zu lieben
In einer Welt, die zunehmend von Klimakatastrophen, politischen Umwälzungen und gesellschaftlicher Polarisierung geprägt ist, verlieren grundlegende Bedürfnisse wie Sicherheit, Geborgenheit und Mitgefühl ihren festen Platz. Stattdessen begegnet uns die Realität oft mit einer Kälte, die das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigt.

Die Ausstellung (No) Funny Games im Rahmen der Klima Biennale Wien greift diese Ambivalenz auf: Sie verführt mit dem Schein des Leichten, des Schönen, des scheinbar Harmlosen – und o􀆉enbart darunter ein tiefes Unbehagen. Ästhetisch ansprechende Werke im öffentlichen Raum wirken wie Idylle, sind aber trügerisch. Sie enthüllen – oft erst auf den zweiten Blick – eine kritische Reflexion über den Zustand unserer Welt. Es sind Arbeiten, die ihre Betrachter*innen emotional herausfordern, indem sie die vierte Wand durchbrechen und sie mit ihrer eigenen Verantwortung konfrontieren. Referenzen wie Funny Games oder Dr. Strangelove liefern nicht nur den Titel, sondern auch die Haltung der Ausstellung: Ein Spiel mit Konventionen, Ironie und Inszenierung – und zugleich ein bitterer Ernst. Die Werke der Ausstellung fordern dazu auf, die eigene Mitschuld in globalen Krisen nicht zu verdrängen, sondern sich ihr zu stellen. Sie spielen mit kindlicher Neugier, mit Freude als Widerstand, mit der Lust am Leben trotz der Dystopie. Dabei stellen sie nicht nur die Rolle von Kunst im öffentlichen Raum infrage, sondern auch die Tendenz, Kunst im Kontext von Klimadiskursen zu instrumentalisieren – ohne tatsächliche Konsequenzen zu ziehen. (No) Funny Games ist kein Eskapismus, sondern ein Spiegel. Ein Spiegel für eine Gesellschaft, die sich Welten erschafft, um die eigene Realität ertragen zu können – und dabei vergisst, dass eben diese Welten auch Verantwortung mit sich bringen.

Künstlerische Positionen
River Claure
Fotoserie
Nordbahnstraße 51, 1020
Hellwagstraße, 1200
Radetzkyplatz, 1030
Unter Weißgerberstraße, 1030
Kleine Pfarrgase / Taborstrauße U2 Station, 1020
Praterstern –Ausgang U2, 1020
Yppenplatz, 1160
Adele Perlmutter Platz / Praterstraße, 1020
Margaretenplatz, 1050

Dominik Eulberg & Marcin Nowicki
Soundinstallation
Wiener Riesenrad

FutureLeaks
Performance
Karlsplatz
Wien Mitte - Die Mall, 1030

Romuald Hazoumè
mit museum in progress
Installation
Aspernbrücke, 1030 / Schwedenbrücke, 1020

Folke Köbberling
ein Beitrag von KÖR Wien
Skulptur
Kunstplatz Karlsplatz, Rosa-Mayreder-Park, 1040

NEVERCREW
mit Calle Libre
Mural
Baumgasse 77 (Hauswand), 1030

Margot Pilz, Kaorle am Karlsplatz 2026
Installation
Karlsplatz, 1040

Eva Seiler
mit Museumsquartier Wien
Installation
MQ Art Box, 1070

Pia Sirén
Installation
Karlsplatz, 1040

Zheng Mahler
Installation
Karlskiche am Karlsplatz, 1040

Partner*innen öffentlicher Raum
BWS Gemeinnützige allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft, reg.
Gen.m.b.H.
Hengl Mineral GmbH
Karlskirche
Karlsplatz.org
Österreichische Bundesforste
SSO Garten & Planung GmbH
UniCredit Bank Austria
Wiener Festwochen
Wien Mitte The Mall
Wiener Stadtwerke

Aktivierungen Kaorle am Karlsplatz 2026
Kunst-, Kultur- und Bildungsinstitutionen wie die Wiener Staatsoper, die Karlskirche, die Kunsthalle Wien, die TU Wien, das Wien Museum, die Secession, das Künstlerhaus Wien und weitere Häuser rund um den Karlsplatz beteiligen sich mit vielfältigen Programmbeiträgen an der Aktivierung von Margot Pilz’ Kaorle am Karlsplatz 2026. Im Rahmen von Sonderführungen, Diskursformaten und einem vielfältigen Vermittlungsprogramm werden aktuelle Fragen zu Klima, Stadt und Nachhaltigkeit aus künstlerischer, spiritueller und wissenschaftlicher Perspektive beleuchtet. Musikalische Darbietungen und performative Beiträge werfen ein neues Licht auf soziale Aspekte der Klimakrise und mögliche Zukunftsentwürfe. So entsteht ein lebendiger Dialog zwischen Kunst, Öffetlichkeit und Institutionen, der den Karlsplatz als Plattform für Klimabewusstsein und Transformation positioniert.

Programm-Partner*innen
HOPE Raumlabor @TU Wien I Kunst und Gestaltung
Karlskirche
Kunsthalle Wien
Künstlerhaus Vereinigung
NEST – Neue Staatsoper
Secession Vereinigung Bildender Künstler*innen Wien
Wien Museum
Wiener Staatsoper

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation bei Verlag für moderne Kunst, Wien.

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